Hello Bournemouth

Hello and welcome

Letztes Jahr im März hatte ich das große Glück für einen Monat nach England zu reisen. Dort habe ich im Rahmen eines Auslandspraktikums die Sprachschule “Westbourne Academy” in Bournemouth besucht. Ich möchte dir ein wenig über die Zeit vor und in Bournemouth, die Westbourne Academy, und meine Erfahrungen berichten.

Fangen wir doch mal ganz von vorne an…

Ich glaube es war September 2014 als unsere Englisch Lehrerin in der Berufsschule rein kam und jeden einen Zettel der bbw (Bildungswerk der Wirtschaft in Berlin und Brandenburg) auf den Tisch legte. Laura und ich waren sofort aus dem Häuschen als wir uns das durchlasen und wir wollten unbedingt an diesem Auslandspraktikum teilnehmen. Dazu muss ich noch sagen, dass der Titel „Auslandspraktikum“ ein wenig verwirrend ist, denn es war nicht wirklich ein Praktikum wie man es sich sonst vorstellt. Wir mussten nämlich nicht in einem Betrieb arbeiten sondern, an einem berufsbezogenen Projekt. Wir durften uns das Projekt selbst aussuchen, entwickeln und in Bournemouth daran arbeiten. Gleichzeitig besuchten wir die Sprachschule.

Zunächst musste ich mich schriftlich per Email mit einem Europass-Lebenslauf auf Englisch bewerben. Den Europapass-Lebenslauf kann man problemlos im Internet downloaden. Es hat nicht lange gedauert bis ich dann endlich die Zusage hatte. Anschließend bekamen wir einen Online Portal indem wir u.a. unsere Erwartungen, Ziele, Stärken usw. eintragen konnten. Hier sollten wir auch am Ende unser Projekt hoch laden.

Im November 2014 hatte ich dann einen 3-tägigen Vorbereitungskurs in der Berufschule. In diesen 3 tagen lernten wir uns nicht nur ein wenig kennen sondern auch einiges über das Land, uns wurde Berichtet was auf uns zu kommt und wir haben auch schon über die ersten Projektideen gesprochen.

Ich habe sehr viel darüber nachgedacht was für ein Projekt ich machen möchte. Da ich ja sehr gerne auch Youtube unterwegs bin und generell mich mit Kameras beschäftige, lag es nicht weit, dass ich auf jeden Fall diese Medien nutzen möchte. Am Ende ist ein kleiner Kurzfilm, den du dir selbstverständlich auch  hier auf Youtube anschauen kannst, daraus geworden.

 

Making of

 

 

Ende Januar bekamen wir endlich die Kontaktdaten unserer Gastfamilien die wir auch selbst kontaktieren sollten. Ich war so aufgeregt und fragte mich was das wohl für Menschen sind, welche Interessen sie haben, ob wir uns gut verstehen werden und, und, und, immerhin musste ich für einen Monat bei fremden Menschen leben. Ich muss sagen, dass ich mit meiner Gastfamilie wahnsinnig viel Glück hatte. Das Pärchen war Mitte/Ende 20 und sie hatten eine kleine, super süße Tochter. Wir haben uns wirklich sehr gut verstanden und konnten uns über verschiedenste Themen unterhalten. Ich hatte ein sehr schönes Zimmer und fühlte mich pudelwohl. Besser hätte es wirklich nicht sein können.

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Mein Zimmer

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Die Zeit bis zur Abreise ging relativ schnell um. In dieser Zeit habe ich, mit ein paar anderen Mädels, den Flug nach London und den Transfer vom Flughafen bis nach Bournemouth gebucht, mein Englisch wie verrückt geübt,  recherchiert was man so alles in Bournemouth unternehmen kann und die Tage bis zum Abflug gezählt.

28.02.2015 –  Es war endlich soweit!

Normalerweise bin ich wirklich ein sehr langsamer Mensch am frühen Morgen doch an diesem Tag war ich mal schneller als der Blitz. Ich war so aufgeregt und so glücklich dass es jetzt endlich los ging.

Wir flogen von Frankfurt am Main mit der Lufthansa nach London Heathrow – einer der verkehrsreichsten und fortschrittlichsten Flughäfen der Welt. Der Flug nach London dauert ca. 1:40 Stunde, gefühlt waren wir aber schon nach einer halben Stunde da. Wie schon erwähnt, buchten wir den Transfer nach Bournemouth im Voraus. Das ging bei national express – so was wie MeinFernbus bei uns – super einfach und war obenrein noch erstaunlich günstig. Die Fahrt dauerte ca. 2,5 Stunden sodass wir abends endlich in Bournemouth ankamen.

Am ersten Abend ist nichts mehr sonderlich viel passiert. Meine Gasteltern und ich haben ein wenig small talk gehalten und anschließend sind wir auch schon ins Bett gegangen da es schon ziemlich spät war.

Der nächste Morgen stand unter dem Motto „Explore Bournemouth“. In kleinen Gruppen machten wir uns auf den Weg um Bournemouth ein wenig zu erkunden.

Die Stadt liegt an der Südküste, direkt am Meer uns ist eine der wärmsten und beliebtesten Städte Englands – das liegt vor allem an dem wunderschönen, langen Sandstrand. Bournemouth  ist sehr lebendig und international da viele Sprachschulen und eine Universität vorhanden sind. Es gibt eine Haupteinkaufsstraße mit den bekannten Läden wie Marks and Spencer, Superdrug, Lush, Primark und viele kleine Läden mit typisch englischen Mitbringsel. Von der Haupteinkaufstraße kann man leicht durch die unterhalb gelegenen Gärten zum Strand gelangen. Natürlich gibt es auch genug Möglichkeiten zum Essen und Trinken. Für die Abendunterhaltung ist auch immer bestens gesorgt, denn Bournemouth bietet eine Menge an Pubs, Cafes und Clubs an. Es gibt viele kleine Attraktionen, die man erblicken kann: Die Stadt hat wirklich für jedes Alter etwas zu bieten.

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Bournemouth Pier

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Tolles Wetter am Strand

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Aussicht vom Pier auf die Stadt

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The Square – das Herz von Bournemouth

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02.03.2015 – Der erste Schultag an der Westboune Academy

Die Westbourne Academy, ist eine kleine Sprachschule ca. 10 Minuten vom Stadtzentrum. Am ersten Tag versammelten sich alle neuen Schüler in der Mensa. Hier haben sich zunächst der Direktor und ein paar Lehrer vorgestellt und uns ein wenig über die Schule und den Ablauf erzählt. Anschließend mussten wir einen kleinen Test schreiben damit wir in den passend Kurs eingeteilt werden konnten.

Dann ging der Unterricht auch schon gleich los. Die Klassen waren klein damit die Lehrer richtig individuell unterrichten konnten. Nebenbei bemerkt sind die Lehrer sehr gut ausgebildet, supernett und hilfsbereit. Ich hatte drei Mal die Woche nur am Vormittag und zwei mal nur am Nachmittag Unterricht. Der Unterricht hat immer wirklich sehr viel Spaß gemacht und das schöne war, dass man immer neue Leute kennenlernen durfte weil jede Woche neue Studenten ankamen. Außerdem kam man immer sofort mit den anderen ins Gespräch, was wie ich finde die Hauptsache ist, weil man nur so sein gesprochenes Englisch üben kann. In der Mittagszeit hatten wir die Möglichkeit bei einer einstündigen Pause etwas zu essen. Entweder konnte man sich etwas am Kiosk kaufen oder zu den nahegelegen Restaurants laufen.

Während der Zeit konnte man an verschiedene Ausflüge wie z. B. nach London, Oxford oder zur Jurrasic Coast teilnehmen. Es fanden auch verschiedene Abendveranstaltungen statt. An einem Abend fand die „Japanese Party“ statt. Da so viele Studenten aus Japan kamen haben sie an ihrem letzten Abend eine Abschiedsfeier veranstaltet. Da wurde uns das Land näher gebracht, es gab Japanisches Essen und es wurde über diverse Gebräuche erzählt. Dann konnte man sich auch für verschiedene Sportveranstaltungen wie z. B. Golfen oder einem Fußballspiel anmelden. Also wie du siehst, hat diese Sprachschule einiges zu bieten und ist sehr abwechslungsreich.

Ich kann die Westbourne Academy nur bestens empfehlen, tolle Atmosphäre, nette Leute und super Unterricht!

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Japanese Party

 

RUMKOMMEN

In der Stadt kann man sich problemlos zu Fuß bewegen. Die Läden, der Lower Garden und der Strand sind quasi alle auf einem Fleck. Am Square – Mittelpunkt der Stadt – fahren die meisten Busse ab. Für die Zeit haben wir eine Busfahrkarte bekommen, mit der wir aber nur innerhalb von Bournemouth und Poole rum fahren konnten. Ein Ticket für eine einfache Fahrt kostet um die 2 GBP, dass wären ca. 2,60 €. Die Busse fahren bis 00:00 Uhr anschließend fährt ein Nachtbus der nur an bestimmten Haltestellen hält. Die Busse sind mit freien WiFi Zugang, Aufladestation für das Smartphone Top ausgestattet. Wenn du in England mit dem Bus fahren willst, musst du erst die Hand heben damit der Bus an deiner Station hält. Mir ist es oft passiert, dass er an mir vorbei gefahren ist weil ich auf meinem Handy geschaut habe. Wie du vielleicht weißt, herrscht in Großbritannien links Verkehr. Anfangs war es sehr Gewöhnungsbedürftig da man ja auch in die andere Richtung schauen muss um über die Straße zu kommen. Einmal wurde ich fast überfahren weil ich nicht richtig geschaut habe – also Vorsicht beim überqueren der Straße.

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MUST TRY

Kino Besuch

Bournemouth hat ein richtig schönen Kino der ein Besuch definitv Wert ist. Wir haben uns damals auch einen Film angeschaut und ich muss sagen, dass ich wirklich sehr viel verstehen konnte.

MUST SEE

Jurrasic Coast

Die Jurrasic Coast ist ein Abschnitt entlang der südenglischen Ärmelkanal-Küste. Neben den beeindruckenden Fels- und Küstenformation ist die Jurrasic Coast vor allem als Fossilienfundstätte bekannt. Leider habe ich es nicht ganz bis zu der berühmten Felsbrück Durdle Door geschafft aber allein der Anfang in Swanage war beeindruckend. Es ist auf jeden Fall ein Besuch Wert.

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Parks

Die Stadt hat schöne und wunderbar gepflegte Parks. Direkt in der Stadt findest du den „Central Gardens“, „Upper Gardens“ und den „Lower Garden“ mit dem großen Heißluftballon Namens „Bournemouth Eye“. Ich habe es leider nicht geschafft den auszuprobieren aber laut Erzählungen hat man eine tolle Aussicht. Weiter westlich in Alum Chine sind die tropischen und subtropischen Gärten. Ich fand es immer wieder schön durch den Lower Garden zu laufen und zu entspannen.

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Lower Gardens

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Bournemouth Eye
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Auf dem Weg zum lower garden

 

Oxford

Diese Stadt ist wirklich bemerkenswert! Sie liegt fast zwei Stunden von Bournemouth entfernt und eignet sich gut als Tagesausflug. Oxford ist bekannt als „city of dreaming spires“, ein Begriff den Matthew Arnold aufgrund der harmonischen Architektur der Universitätsgebäude prägte. Du solltest auf jeden Fall an einer kleinen Stadtführung teilnehmen und somit die Geschichten dieser Stadt kennenzulernen.

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MUST DO

The Brasshouse

Du solltest auf jeden Fall an einem Freitagabend zu The Brasshouse in der Westover Road gehen. Hier geht es wirklich sehr international zu und alle Studenten aus allen Sprachschulen der Stadt treffen sich hier um gemeinsam zu feiern und zu reden. Wir waren wirklich fast jeden Freitag da. Es gibt eine kleine Tanzfläche, viele Möglichkeiten um zu sitzen und eine große Bar. Die Getränke waren relativ günstig und mein absoluter Lieblings Drink zu der Zeit war das Bier Kopparberg.

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Poole

Die Stadt liegt ca. 20 Minuten von Bournemouth entfernt und hat einen sehr schönen und beliebten Hafen. Der Poole Harbour ist einer der größten Naturhäfen der Welt. Im Dolphin Shopping Centre kannst du auch sehr gut shoppen gehen.

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Hafen von Poole

 

London

Bournemouth liegt nur 2,5 Stunden von London entfernt und ist daher ein Tagestrip wert. Der Ausflug war in unserem Paket enthalten sodass wir nichts extra zahlen mussten. Die anderen Studenten konnten für wenig Geld auch am Ausflug teilnehmen. Da wir schon früh morgens los gefahren sind, hatten wir ein Menge Zeit in London. Wir haben uns u.a. das London Eye, den Buckingham Palace und den Big Ben bei einer kleinen Stadtführung angeguckt. Eine kurze bummel Tour durch die Oxford Street durfte natürlich nicht fehlen.

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Es war wirklich eine sehr tolle Zeit in der ich viel lernen und mein Horizont etwas erweitern konnte. Ein Auslandsjahr, in meinem Fall Monat, finde ich persönlich sehr wichtig denn dadurch kannst du die Sprache besser und effektiver lernen als in einem normalen Sprachunterricht in Deutschland. Du lernst das Land kennen und die Lebensweise der Einwohner. Man hat dann nicht mehr dieses Gefühl ein normaler Touri zu sein und fühlt sich integrierter. Das schönste an so einem Auslandsaufenthalt finde ich, dass du viele neue Menschen aus unterschiedlichen Ländern kennen lernen kannst und vielleicht auch Freunde fürs Leben findest. Ich stehe immer noch mit einigen in Kontakt und bin wirklich dankbar darüber neue Freunde dazu gewonnen zu haben.

See you soon! – Bis bald!

Leti

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  1. Wie immer ein sehr schön geschriebener Beitrag. Blog on

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